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Der Schwimmteich im Garten oder direkt am eigenen Haus

Wer träumt nicht von einem eigenen Schwimmteich im Garten? Schwimmteiche anlegen ist für Profis kein Problem. An einer schönen Stelle sind Schwimmteiche wie Urlaub im eigenen Garten. Im Gegensatz zu einem Swimmingpool sind Schwimmteiche äußerst natürlich, denn sie werden nicht mit Chlor gereinigt. Natürliche Schwimmteiche bieten auch Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Für die Sauberkeit im Gartenteich sorgen Pflanzen, eine Kiesschicht und Mikroorganismen. Zudem sieht ein Teich auch im Winter einfach wunderschön aus. Ein guter Filter sorgt ebenfalls für einen sauberen Teich. Im besten Fall bleibt das Wasser so immer weich und klar.

Die Position des Schwimmteichs im Garten entscheidet auch die Algenbildung

Wichtig ist die richtige Position des Badeteichs. Schwimmteiche sollten in einem zumindest teilweise schattigen Teil des Gartens liegen, denn eine direkte Sonneneinstrahlung erhöht die Gefahr, dass sich Algen bilden. Auch Laubbäume sollten sich nicht in der Nähe befinden, da sonst gerade im Herbst allzu oft Laub im Teich landet. Außerdem darf sich an der vorgesehenen Stelle kein anstehendes Grundwasser befinden, da dies zum Einsturz der Baugrube führen kann oder Drainagen notwendig sind. Besteht hier Unsicherheit, kann eine Probebaggerung Klarheit bringen.

Im Bild starke Algenbildung…

Beim Anlegen von Schwimmteichen zu beachten

Zudem brauchen Sie für Schwimmteiche möglicherweise eine Baugenehmigung. In Außenbezirken ist diese vorgeschrieben, in einem Baugebiet sind Wasserbecken mit einem Volumen von bis zu 100 m³ meist genehmigungsfrei.

Zur Sicherheit sollten Sie jedoch bei dem zuständigen Bauamt Ihrer Gemeinde nachfragen. Um Kinder nicht in Gefahr zu bringen, ist es darüber hinaus sinnvoll, darüber nachzudenken, Schwimmteiche mit einem Zaun abzusichern.

Um eine Grube für Schwimmteiche auszuheben, sind leistungsfähige Baumaschinen wie Minibagger ideal. So müssen Sie sich nicht selbst mit Schaufel und Hacke abmühen.

Die Wellness-Zone im eigenen Garten wird mit einer bepflanzten Regenerationszone abgerundet, die vom eigentlichen Schwimmbereich abgetrennt ist. Hier kann dann eine natürliche Wasseraufbereitung stattfinden. Gerne können Sie auch einen Steg anbringen, über den Sie bequem ins Wasser gelangen.

Technik für Schwimmteiche

Ein Profi kann zudem entscheiden, ob Filter, Pumpen und andere technische Vorrichtungen benötigt werden. Aus Sicherheitsgründen sind jedoch nur Pumpen mit einer Leistung von bis zu 80 Watt empfohlen. Über Pumpen gelangt das in Filter gereinigte Wasser aus einem Filterkasten unterhalb des Kiesbettes in den Teich. Es gibt allerdings mehrere Teichsysteme, zu denen Sie ein Fachmann umfassend berät.

Dank Pflanzen, Mikroorganismen und UV-Lampe im Filter wachsen in der Regel keine Algen im Schwimmteich. Pflanzen und Kleinstlebewesen nehmen überschüssige Nährstoffe aus dem Wasser. Allerdings kann die Wasserqualität schwanken, da ein Teich ein natürliches Gewässer ist.

Wasserqualität bei  Schwimmteichen

Laub, Blütenstaub und andere organische Stoffe sorgen gerade im Frühjahr dafür, dass Schwimmteiche trüb werden. Dies reguliert sich jedoch normalerweise von selbst wieder. Auch wenn von Zeit zu Zeit Algen auftreten, ist dies nicht ungewöhnlich. Das biologische Gleichgewicht im Teich pendelt sich in der Regel wieder ein.

Dennoch kann es vorkommen, dass sich nach einiger Zeit Sedimentflocken am Grund bilden. Diese werden beim Baden aufgewirbelt und trüben das Wasser. Daher ist es sinnvoll, den Teichboden regelmäßig mit einem sogenannten Schlammsauger zu reinigen. Andere Verschmutzungen wie Fadenalgen oder Blätter lassen sich einfach mit einem Kescher aus Schwimmteichen entfernen.

Schwimmteiche verdrängen den klassischen Pool immer mehr

Genau wie der traditionelle Swimmingpool ist auch der Schwimmteich eine von Menschenhand angelegte Badeoase. Mittlerweile erfreuen sich beide Varianten sowohl in privaten Gärten als auch als öffentliche Freibäder großer Beliebtheit. Vorteile haben beide Arten der Badegelegenheiten. Allerdings müssen auch einige Nachteile beachtet werden.

So unterscheidet sich beispielsweise der Platzbedarf erheblich. Bei einem traditionellen Pool muss lediglich die Nutzungsfläche berücksichtigt werden. Zusätzlich wird lediglich eine kleine Stellfläche für die Umwälzpumpen und die Filtersysteme benötigt. Sie macht bei einem privaten Gartenpool in der Regel nicht mehr als einen Quadratmeter aus. Ganz anders ist die Situation jedoch bei einem Schwimmteich mit biologischer Klärung. Dort raten Experten dazu, die Klärteiche in einer ähnlichen Größenordnung wie die Nutzfläche der Schwimmteiche auszulegen.

Wie wird ein Schwimmteich üblicherweise aufgebaut?

Bei den Badeteichen handelt es sich um eine Weiterentwicklung der in die Erde eingelassenen Pools, die aus einem metallenen Rahmen und einer Folienabdichtung bestehen. Sie sind traditionell rund. Ein Problem dieser einfachen Pools war und ist die Tatsache, dass ein sehr ebener und steinfreier Boden erforderlich ist. Anderenfalls besteht die Gefahr, dass die Folienabdichtung von den Nutzern durchgetreten wird. Deshalb müssen die Steine vor der Auslegung der Folienabdichtung in der Grube für den Schwimmteich ebenfalls ausgelesen werden.

Bevor die Folienabdichtung eingebracht wird, muss die Grube ihre künftige Form erhalten. Bei sehr flachen Badeteichen reicht eine Komprimierung des umgebenden Erdreichs. Ein tieferer Schwimmteich erhält in der Regel eine Stahlarmierung, die mit flüssigem Beton gespritzt wird. Dabei wird sehr feinkörniger Beton verwendet, der glatte Oberflächen bildet. Oftmals werden große Natursteine in die Formung der Schwimmteichufer eingebunden. Die Folienabdichtungen werden ebenfalls mit einer betonartigen Masse „verkleidet“. Als Teichboden wird Sand in die so vorbereitete Grube geschüttet.

Der Schwimmteich fügt sich besonders harmonisch ein

Einem klassischen Pool in Rechteckform ist sofort anzusehen, dass es sich um ein künstlich angelegtes Objekt handelt. Immer mehr Menschen bevorzugen jedoch eine naturnahe Gestaltung, bei der eine natürlich wirkende Symbiose aus dem Schwimmteich und den vorhandenen Geländestrukturen entsteht. Alternativ werden Designs bevorzugt, die Urlaubsfeeling im eigenen Garten verschaffen. Typische Beispiele dafür sind Sprungfelsen, betauchbare Grotten aus Natursteinen sowie kleine Wasserfälle. Die Grundrisse der Schwimmteiche mit Folienabdichtung können völlig frei gestaltet werden. Das erspart in vielen Fällen die Notwendigkeit, vorhandene Bäume für den Poolbau fällen zu müssen. Eine leichte Neigung des Geländes ist für den Schwimmteich mit biologischer Klärung sogar ein Vorteil.

Wie wird die Bioklärung beim Schwimmteich realisiert?

Ein Schwimmteich mit Bioklärung besteht immer aus zwei Abschnitten. Ein Teilbereich ist der eigentliche Badeteich, dessen Wasserfläche als Nutzfläche bezeichnet wird. Zusätzlich wird ein Klärteich angelegt. Er ist wesentlich flacher als der Badeteich. Hier spielt vor allem der Besatz mit Pflanzen eine wichtige Rolle. In den meisten Fällen wird der Klärteich parallel als Zierfischteich genutzt. Die Pumpsysteme der Schwimmteiche befördern das Wasser über Rohrsysteme in die Klärteiche. Die Einleitung kann über natürlich wirkende Quellen oder kleine Wasserfälle erfolgen. Dort sorgen die Pflanzen für eine Reinigung des Wassers, was den Einsatz von Chlor oder anderen Chemikalien zur Wasserpflege erspart.

Für die Zufuhr von Frischwasser aus den Klärteichen zu den Badeteichen können Pumpsysteme verwendet werden. Sie speisen meistens kleine Wasserfälle, die eine ähnliche Wirkung wie die Whirldüsen eines komfortablen klassischen Swimmingpools haben. Weist das Gelände eine leichte Neigung aus, wird jedoch eine andere Form des Frischwassertransports genutzt. Dafür bekommen die Klärteiche spezielle Überläufe, an die sich künstlich angelegte Bäche anschließen. Diese Bachläufe werden ebenfalls mit einer Folienabdichtung versehen. Auf die Folien kommt in der Regel eine Kiesschüttung. Sie hat den Vorteil, dass auf dem Weg zum Schwimmteich weitere Schmutzpartikel auf mechanische Weise aus dem Frischwasser gefiltert werden.

Wie werden die Ufer am naturnahen Schwimmteich gestaltet?

Hier sind der Fantasie fast keine Grenzen gesetzt. Entlang der Ufer können beispielsweise von der Folienabdichtung und dem Belag kleine Mulden ausgebildet werden. Diese dienen als Minigruben für einen Besatz mit Pflanzen, die üblicherweise auch an den Ufern von Naturgewässern wachsen. Sie bewirken eine Unterstützung für die Wasserreinigung und sind deshalb keine reinen Dekorationen. Zusätzlich können sie einen Teil der Wasserfläche beschatten. Von der Wuchshöhe her, kommen dafür vor allem Rohr und Schilf infrage.

Auch der Einstieg für den Schwimmteich lässt sich sehr naturnah gestalten. Wer schnell ins tiefere Wasser gelangen möchte, kann sich Stufen aus Natursteinen integrieren lassen. Beim Badeteich für die Familie mit Kleinkindern wird in der Regel ein flach abfallender Einstieg gebaut, der einem Naturstrand ähnlich ist. Dabei ist sogar eine Abtrennung der flachen Bereiche von den tieferen Abschnitten möglich. Dabei orientieren sich die Architekten bei der Gestaltung an den natürlichen Barrieren in Bächen und kleineren Flüssen.

Natursteine sind ein beliebtes Gestaltungsmittel für den Schwimmteich

Die Umrandung des Schwimmteichs kann zu einem natürlich wirkenden Sicht- und Windschutz werden. Dafür stapeln die Teichbauer besonders gern Natursteine auf, die mit Mörtel verbunden werden. Solche Natursteinmauern am Badeteich sind auch ein beliebtes Hilfsmittel, um unschöne Ausblicke von der Terrasse oder dem Strandabschnitt zu verstecken. Sie erfüllen meistens noch einen anderen Zweck. In die „Natursteinhaufen“ können Vorsprünge auf verschiedenen Ebenen integriert werden. Sie ermöglichen Sprünge ins Wasser aus verschiedenen Höhen. Allerdings müssen bei der Verwendung solcher Sprungfelsen aus Sicherheitsgründen Mindestansprüche an die Wassertiefe berücksichtigt werden.

Die Zwischenräume der „Felsen“ bleiben ebenfalls nicht ungenutzt. Dort können beispielsweise die Rohrsysteme der Wasserabführung und Frischwasserzuführung gekonnt versteckt werden. Außerdem nehmen die Zwischenräume oftmals Kabel und versteckte Lampen für eine indirekte Beleuchtung oder eine Effektbeleuchtung auf. Wer ein besonders romantisches Ambiente liebt, kann sogar Feuerschalen in die Natursteine integrierten lassen. Sogar ein Soundsystem für Außenbereiche können die Zwischenräume der Natursteinblöcke aufnehmen.

Der Schwimmteich ist besonders umweltfreundlich

Einer der größten Vorteile bei der Kombination aus Badeteich und Klärteich mit Folienabdichtung ist die Tatsache, dass für die Reinigung des Wassers kein Chlor benötigt wird. Chlor gehört zu den chemischen Verbindungen, die in hohen Konzentrationen sogar für den Menschen gefährlich werden können. Auch die bei der Wasserpflege normalerweise niedrigen Konzentrationen können erhebliche Reizungen der Augen und der Schleimhäute auslösen. Allein schon deshalb sollte der Einsatz von Chlor möglichst vermieden werden. Genau das ist beim Schwimmteich mit angeschlossenem Klärteich dauerhaft möglich. Daraus kann nur das Fazit gezogen werden, dass der naturnahe Badeteich mit Ausnahme der benötigten Fläche dem klassischen Swimmingpool in allen Punkten überlegen ist.